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Atommüll-Endlagerung

 

Morsleben - Asse II - Konrad - Gorleben - WIPP (USA) - Bohrlochlagerung

Abstrakt / Inhaltsangabe

Die Lagerung von Atommüll in Salzgestein ist wegen den Konvergenzbewegungen (Fließen des Salzes) problematisch. Diese sind eine Folge von Spannungsumlagerungen durch geschaffene Hohlräume. Erstens, weil sie Rissen im Salzgestein hinterlassen, weswegen nicht garantiert werden kann dass das Grubengebäude trocken bleibt und zweitens, weil sie nach den Verschluss des Bergwerks den Luft- und Wasserdruck in die Hohlräume bis zur Gebirgsdruck erhöhen. Die vorhandenen Risse öffnen sich unter diesem Druck elastisch (Frackdruck). Das sonst absolut dichte Salzgestein wird unter diese Umstände durchlässig!

Erstens, bei der Erstellung des Bergwerks:

Aufgrund des Prinzips der Massenerhaltung muss das in den Hohlraum hineinfließende Salz an anderer Stelle abwandern.

Durch die Spannungsumlagerungen entstehen Druckwellen, die von dem geschaffenen Hohlraum weglaufen. Unter der Druckwelle erhöht sich die Permeabilität durch Mikro-Risse (Bereich B in der Grambergkurve) und damit das Volumen des Salzgesteins. Durch einen Druckgradienten und die Volumenerhöhung fließt das Salz von der Druckwelle in Richtung des Hohlraums.

Siehe hierzu den Vortrag  "Abbaueinfluss" PouwerPoint-Präsentation auf der Fachtagung "Kriterien für die Standortauswahl (Open Session 4 - de Beyer)" in Berlin am 30-1-2016. Und einer "Bewertung der Kriterien für die Standortauswahl".

Die Überschreitung der Bruchfestigkeit unter der Druckwelle verursacht, auf großer Entfernung zu den Hohlräumen, eine Permeabilitätserhöhung im Salzgestein, wodurch das Salz hier wasserdurchlässig wird (sekundäre Permeabilität durch Micro-Risse). Der Inhalt von an sich harmlosen Lauge-, Gas- oder Erdöleinschlüsse können sich hierin ausbreiten und Wegsamkeiten entwickeln. Wenn diese Wegsamkeiten irgendwann in Berührung mit Süßwasser kommen, kann dieses Wasser über diesen Weg in einen Hohlraum eindringen. 

Im entspannten Bereich A werden die zuvor unter der Druckwelle geöffneten Risse wieder wasserdicht geschlossen, aber sie „verheilen“ nicht!   Eine spätere Spannungsänderung (z.B. Gasdruck) kann die Risse leicht wieder elastisch öffnen.

Die Ansichten bezüglich der Gebirgsmechanik in Salzbergwerken waren veraltert. Die Existenz von Druckwellen mit Spaltbildung als Folge von bergmännischen Arbeiten war in Deutschland noch unbekannt. Deshalb konnte man die Sätze "Konvergenzbewegungen entstehen durch eine Bruchbildung im Salzgestein" und "Konvergenzbewegungen sind ein sicheres Indiz dafür, dass irgendwo Salz oder Gestein bricht" noch nicht verinnerlichen!

Beispiel Endlager Asse II: mit Laugeeinschlüsse im Anhydritmittelsalz und Buntsandstein das Süßwasser enthält.

 

 

a: Lauge breitet sich in dem gebrochenen Salz unter der Druckwelle in alle Richtungen aus. 

b: Durchnässtes und gebrochenes Salzgestein kann keinen Druck aufnehmen. Den horizontalen Gegendruck auf das Rötanhydrit fehlt, wodurch dieses bis in  Bereich C belastet wird, hierdurch immer weiter bricht und dadurch einen Wasserzutritt von außen ermöglicht.

Die wollten das nicht hören. Egbert de Beyer hat 1979 in seiner Diplomarbeit das Desaster im Atommüll-Endlager Asse II votausgesagt.

Neun Jahre später drang das Wasser aus diesem Grund in das Grubengebäude ein!

Links zu den Untersuchungsergebnissen und Folgen bezüglich der Bruchbildung im Salzgestein durch Konvergenzbewegungen:

Zusammenfassung der Dipl. Arbeit und eine Auflistung der nach 1979 gemachten Fehler auf der Asse II aus bergmännischer Sicht  

Die Folgen für Morsleben und Gorleben sowie ein Vorschlag zur sichereren Lagerung des Atommülls  

Diplomarbeit "Asse II" aus 1979   

Zweitens, nach Verschluss des Bergwerks:

In 1973 einigten sich die damalige Bundesregierung und die Atomindustrie darauf, Salzstöcke als Endlager zu nutzen. Man hielt Salzstöcke für besonders geeignet, weil die Lagerung von z. B. Erdöl in Kavernen sich seit 1966 bewehrt hatten. Sie waren erdbebensicher und wasserdicht. Durch plastisches Fließen vom Salzgestein (Konvergenzbewegungen) sollte der Müll fest umschlossen und trocken gelagert werden.

Eine Entscheidung die sich heute als fragwürdig erweist. 

In Kavernen wird, im Gegensatz zu Hohlräumen in Bergwerken, ein Gegendruck durch das Speichermedium auf das Salzgestein ausgeübt. Hierdurch werden Konvergenzbewegungen vermindert, aber nicht verhindert. Folglich wird der Druck in der Kaverne ständig erhöht. Der Innendruck der Kaverne darf an keiner Stelle den dort herrschenden Gesteinsdruck überschreiten (Frackdruck, Perkolationsschwelle), weil sonst das Medium entweicht! Eine ständige Überwachung und Druckregulierung ist hierdurch notwendig!

Der Druck die man in ein Bohrloch braucht um ein Gestein auf einer gewissen Tiefe zu Fracken ist  der Unterschied zwischen der lithostatische (Gesteins) Druck und der hydrostatische (Wasser) Druck im Bohrloch plus min.10% (Aktivierungs-Überdruck um das Gestein zu brechen). Für vorbelastetes Gestein (Sekundärpermeabilität durch Micro-Risse in Kavernen und Bergwerken) ist der Frackdruck der Unterschied zwischen der lithostatische Druck und der hydrostatische Druck ohne die min. 10% weil das Gestein schon gebrochen ist!

 

In ein Endlagerbergwerk darf man also niemals ein Gas- oder Wasserdruck produzieren die höher als der kleinste Gebirgsspannung ist! 

Aus: Integrität von Salzgesteinen und praktische Relevanz für die Verwahrung von Salzkavernen von Wolfgang Minkley IfG-Institut für Gebirgsmechanik, Leipzig: „Salzgesteine, verlieren ihre Integrität und Dichtheit erst, wenn der Fluiddruck die Größe der Gebirgsdruckeinspannung erreicht bzw. überschreitet. Die Korngrenzen zwischen den Salzkristallen werden geöffnet, sobald ein Fluiddruck angreift, der die wirkende Normalspannung auf den Korngrenzen kompensiert. Im Salzgebirge ist die auf den Korngrenzen wirkende Normalspannung gleich der minimalen Hauptspannung, deren Größe die Perkolationsschwelle darstellt, bei deren Überschreitung Salzgesteinen durch fluiddruck-getriebenen Perkolation ihre Dichtheit verlieren.“

Nach einem druckdichten Verschluss des Kavernenhalses bei einer Stilllegung werden die im Kavernentiefsten wirkenden Gebirgsdrücke in den Dachbereich der Kaverne übertragen. Infolge der Konvergenz steigt der Innendruck immer weiter an und wird im Dachbereich größer als der herrschende lithostatische Außendruck. Ab diesem Moment wird im Kavernendach die Sole oder Gas durch die fortschreitende Konvergenz ausgepresst!!

Somit ist ein langzeitsicherer Kavernenverschluss auf dieser Art und Weise nicht möglich.

Es ist illusorisch zu glauben, dass gleiches nicht passiert, wenn ein Endlagerbergwerk im Salz- oder Tongestein verschlossen wird! 

Durch Konvergenzbewegungen oder nachgeben des Ausbaus vermindert sich das Volumen der Hohlräume im Bergwerk. Aufgrund dessen ist nach Verschluss des Bergwerkes damit zu rechnen, dass der Luft- und Wasserdruck irgendwann den Gebirgsdruck erreicht. 

Der Gebirgsdruck wird im oberen Teil des Bergwerks überschritten, sobald es im Bergwerk Höheunterschieden gibt oder zusätzlich Gasdruck durch den Atommüll entsteht. Dann sind die Frackbedingungen für Salzgestein erfüllt und kann der kontaminierte Hohlrauminhalt ausgepresst werden!

Die Behauptung, dass in einem Salzstock auch Lauge und Gas Millionen von Jahren sicher eingeschlossen werden können, wiederspricht dem nicht. Das hat folgende Ursachen: Zum einen stehen diese Einschlüsse nicht unter einen höheren Druck als den Gebirgsdruck und zum anderen haben die Einschlüsse nicht mehr die benötigte Höhe um den erforderlichen Aktivierungs-Überdruck in unberührtem rissfreiem Gestein zu leisten.

Sobald diese Einschlüssen aber unter Abbaueinwirkungen kommen, ändern sich beide Punkten drastisch!  Unter die Druckwelle (Bereich B) öffnet sich das Salzgestein für die Einschlüssen! Im Bereich A verringert sich der Gebirgsdruck, wodurch die Einschlüsse einen Überdruck bekommen. Durch die Mikro-Risse ist der Aktivierungs-Überdruck nicht mehr notwendig. Die Risse öffnen sich elastisch!

Deshalb sollte man sich von den irreführenden Gedanke, dass ein einschlusswirksamer Gebirgsbereich (ewG) um den Atommüll in der Praxis funktioniert, verabschieden. 

Für Tongestein ist kein zusätzlicher Gasdruck durch Atommüll oder Höhenunterschiede für die Frackbedingungen erforderlich. Tongestein hat, anders als Salzgestein, eines hydrostatischen (Wasser) Druck. Im Tongestein wird deswegen schon vor dem Erreichen des Gebirgsdrucks, nämlich schon oberhalb der hydrostatischen Druck, der Hohlräuminhalt  ausgepresst! (Siehe Untersuchung zur Barriereintegrität) Ein Zustand die auf jedenfalls in ein verschlossenes Bergwerk eintreten wird!

Wenn Bohrfirmen bei der Gewinnung von Erdgas auf mehr als 3 km Tiefe das Gestein Fracken, dauert dieser Vorgang höchstens einige Stunden. Anschließend zieht ein Unterdruck das Gas in Richtung des Bohrlochs. Da entgegen steht bei der Endlagerung, auf nur ein Paar hundert Meter Tiefe, dieser hohe Druck unbegrenzt lang an! Das Auspressen wird noch erleichtert durch die Mikro-Risssen als folge von bergmännische Tätigkeiten.

Ein Mehrbarrierensystem mit Barrieren die nicht unter Abbaueinwirkung standen, aus Gesteinsformationen mit unterschiedliche gebirgsmechanische Eigenschaften und Sorptionseigenschaften für Radionickluden, ist deswegen eine Mindestanforderung an ein Endlager! 

Technische Barrieren werden über diesen Zeitraum nicht als sichere Barrieren betrachtet, eine Standzeit von 1000 Jahren ist gerade mal 1 % der erforderlichen Zeit.

Sogar für die Untertage Speicherung von dem als geringer gefährlich eingeschätzten Stoff CO2 wird, neben eine Mindesttiefe von 1 200 m, ein Multibarrierenkonzept zwingend vorgeschrieben!

Ein zusätzliches Problem mit allen jetzigen Endlager ist, dass der Atommüll in einer Zone gelagert wird oder werden soll, in deren Nähe das Grundwasser noch zirkuliert. Wenn so ein Lager undicht wird und Radionuklide in das Grundwasser durchsickern, hat das verheerende Folgen für die Biosphäre.

Es dürfen für Radionuklide, innerhalb 10 Halbwertszeiten, niemals überbrückbare Verbindung zwischen dem Endlager und das Grundwasser entstehen können. 

Alle Endlager haben schon in ihre Betriebsfase gravierende Fehler offenbart und kommen heute nicht mehr als Endlager in Frage. Einmal gemachten Fehler sind nicht, oder nur unter extremen Aufwendungen, korrigierbar.

1) Morsleben, das ehemalige Endlager der DDR war vor den Maßnahmen im Zentralfeld einsturzgefährdet. Durch Konvergenzbewegungen im Salzgestein liegt das elastische wasserführende Deckgebirge nicht mehr auf "festen Boden", hierdurch durchbiegt und rissig wird! Das Grubengebäude ist jetzt schon undicht (12 m³/a). Die Hohlräumen müsste schnellstmöglich zubetoniert werden. Hierdurch erhofft man den Zeitpunkt des Austretens radioaktiver Stoffe so weit zu verzögern, dass die Strahlungsgrenzwerte in den Biotop  eingehalten werden.

   

2) Das Salzgestein in der Asse II ist, dank fehlerhafte Stabilisierungsmaßnahmen, undicht (12 m³/d). Der in der Grube endgelagerte Atommüll müsste schnellstmöglich geborgen werden. Aber trotz der „Lex Asse“ wird diese Arbeit ausgebremst wegen eines Kompetenzgerangels zwischen dem Bundesamt für Strahlenschutz, dem Bundesumweltministerium und dem niedersächsischen Umweltministerium.

Tropfstellen in der Asse II (1993)

3) Oberhalb des Grubengebäudes Konrad befinden sich geologische Störungen im wasserdichte Tongestein (hier Grün dargestellte) zwischen den Endlagerbereich und den süßwasserführenden Hilssandstein!  Durch Bewegungen im Deckgebirge als Folge von Konvergenzbewegungen im Bergwerk werden die Störungen aktiviert.  Vorhandene geologische Wasserzuflüsse (>20 bis < 72 m³/Tag) werden das Bergwerk nach Verschluss fluten. Die Konvergenzbewegungen und das nachgeben des Ausbaus werden den Wasser- und Luftdruck immer weiter erhöhen bis der Gebirgsdruck erreicht wird. Kontaminiertes Wasser und Luft werden aber schon vorher, nämlich oberhalb der hydrostatischen Druck die nur halb so Hoch ist wie der Gesteinsdruck, nach oben ausgepresst! (Siehe Untersuchung zur Barriereintegrität für Tongestein) Atommüll einlagern und das Bergwerk anschließend luftdicht Verschließen funktioniert nicht! (Siehe Diskussion zwischen der BfS und de Beyer bezüglich des sicheren Einschlusses der Radioaktive Abfällen)

Nach Abschluss der Einlagerung sollten die Hohlräume und Schächte in Konrad mit einem nicht komprimierbarem und dennoch durchlässigen und Radionukliden absorbierendem Material wie Katasiet (ähnlich wie Glaskugeln aus Flugasche) verfüllt werden. So werden die Bewegungen im Deckgebirge minimiert und somit die unkontrollierbaren Wegsamkeiten durch die Störungen und alte Bohrungen. Abschlussbauwerken, wie absolut dichte dämmen, dürfen deswegen nicht gebaut werden! Gas und Wasser müssen, gefiltert durch die Füllung, in Richtung der Schächte fließen können ohne das ein gefährlicher Druckaufbau entsteht. Oben im Schacht kann in Zukunft kontrolliert werden, ob die austretenden Gase und Flüssigkeiten die Grenzwerte Überschreiten. Gegebenenfalls kann reagieren werden durch ein ausfiltern den Radionukliden.

4) Risiken birgt der Salzstock Gorleben der nicht, so wie die vorigen Bergwerke, von einer schützenden Gesteinschicht überdeckt ist, sondern im direkten Kontakt mit dem Grundwasser steht. Im Salzkörper befindet sich eine bis 80 Meter dicke, senkrecht vom Endlagerniveau bis zum Grundwasser (Salzspiegel) reichende, Kali-Anhydritbank als potentiellen Wasserweg (Wassereindringtiefe nachgewiesen bis - 421 m).

"Der Salzbergbau im Zechstein hat von Anfang an das Wasser und die Laugen als seinen größten Feind fürchten gelernt. Wie ernst diese Gefahr schon einmal beurteilt wurde, kommt sehr treffend in den um die Jahrhundertwende geprägten Ausspruch zum Ausdruck: "Jedes Kaliwerk muß einmal ersaufen". Als besonders gefährdet gelten solche Strukturen, bei denen die Kaliflöze und der Hauptanhydrit bis an den Salzspiegel heranreichen!"

Die Streckenentfernung bis zur dieser Kali-Anhydritbank / Hauptanhydrit im Erkundungsbereich ist weniger als 57 Meter! Das Hauptanhydrit gehört eindeutig nicht zur einschlusswirksame Gebirgsbereich (ewG), weil sie geklüftet ist und eine höhere Gebirgsdurchlässigkeit als die minimal geforderte kf=10-10 m/s hat! 

Nach Meinung der Endlagerkommission soll der einschlusswirksame Gebirgsbereich (ewG) >=100 m mächtig sein. Das bedeutet nur 50 m um das Endlager herum!

            

Vertikal                                                                                                                                                  Horizontal

Das Endlager ist geplant mit einer Streckenauffahrung von nur 50 m Entfernung zur dieses Hauptanhydrit.  Durch die "zufällige" Forderung der Endlagerkommission an das einschlusswirksame Gebirgsbereich (ewG) , bleibt der Standort im Auswahlverfahren, obwohl man das Haubtanhydrit auch schon auf 32 m genährt ist! Aus gebirgsmechanischer Gründe sollte die Strecken nicht 50 m sondern 200 m vom Hauptanhydrit entfernt bleiben!

Permafrostspalten, Kryogenen oder hydraulischer Klüfte und Risse, die in Kaltzeiten entstehen, möglich bis 600 m Tiefe vom Salzspiegel aus beginnend und in die Tiefe fortschreitend, sind, trotz der GRS 273 Stellungsnahme, eine Bedrohung. Sie sind, mit ihre Verfüllung aus eiszeitlichem Lockermaterial, auf andere nahgelegene Salzbergwerke beobachtete worden und einige davon sind in diese Bergwerken heute noch Ursache für Wasserzutrittsstellen!  In Gorleben wurde mit dem Auffahren des Schachts 2 zufällig eine vertikale Permafrostspalt angetroffen (Siehe VSG AP2 GRS 275 Seite 88). Horizontale Erkundungsbohrungen um weitere Permafrostspalten zu finden sind, wegen der hiermit verbundenen Schwächung des Salzkörpers oberhalb des Einlagerungsniveaus, verboten.

Die Spannungsumlagerungen durch geschaffene Hohlräume verursachen Druckwellen. Druckwellen hinterlassen Mikro-Risse im kompakten Salzgestein, die nicht wieder „verheilen“. Hierdurch entwickelt sich, in der Betriebsfase, eine zeitliche und örtliche Permeabilitätserhöhung im Salzgestein wodurch im einschlusswirksame Gebirgsbereich (ewG), also im eigentlich wasserdichtes Salzgestein, Wasserwegsamkeiten entstehen können.

Die Auswirkungen des wärmeentwickelnden Atommüll auf das Salzgestein sind negativ, weil Porenwasser in dem Salzgestein durch den Druck und den Temperaturgradient in Richtung des Atommülls wandert. Hierdurch kommen die Behälter mit heißer Lauge in Berührung. Sie verrosten wobei Gas produziert wird .  

WIPP: Laugezufluss durch den Druck und den Temperaturgradient nimmt nicht ab mit der Zeit! 

"The WIPP in situ moisture release experiments collected a large quantity of brine, much more than laboratory tests and preliminary models had predicted. The heaters operated for almost 5 years."

In der USA hat man sich deswegen gegen die Lagerung von wärmeentwickelnde Atommüll im Salzgestein entschieden.

Einwirkungen durch Neutronenstrahlungen sind noch nicht zu ende erforscht. Für gesättigte Salzlaugen (NaCl) führt die Strahlungsenergie zu besonders starker Korrosion und Gasbildung.

Die Folgen sind eine hohe Gasdruck und im Lauge aufgelöste Radionickluden. 

Durch Konvergenzbewegungen vermindert sich das Volumen der Hohlräume im Bergwerk. Aufgrund dessen ist nach Verschluss des Bergwerkes damit zu rechnen, dass der Gasdruck den Gebirgsdruck erreicht!!

Durch die Höhenunterschieden (> 100 m) im Bergwerk Gorleben und/oder einen zusätzlichen Gasbildung wegen des Atommülls, und der damit einhergehenden Druckanstieg, wird den herrschenden Gebirgsdruck überschritten.

Durch Mikro-Risse, als Folge von Druckwellen, verliert das Salzgestein seine Undurchdringlichkeit sobald, in der Nachbetriebsfase, der Gas- oder Laugendruck den Gebirgsdruck überschritten hat. Eine Aktivierungs-Überdruck zum Fracken des Gesteins ist nicht notwendig. Das Salzgestein in ein Bergwerk ist durch die Spannungsumlagerung, bis 500 m um den Hohlräumen, schon gefrackt! 

Kontaminiertes Material wird sich unter diese Umstände frei im Salzgestein bewegen können! (Der Transportweg wird die des geringsten Wiederstandes und höchste Druckunterschied sein, also nach oben)

Genau so wie die Sole bei einer Stilllegung von Kavernen, werden die Gase und Lauge in ein Bergwerk durch die fortschreitende Konvergenz, und die damit hergehende Druckunterschiede, ausgepresst

Das schließen den Hohlräumen durch Konvergenzbewegungen, der dadurch entstehende hohe Flüssigkeits- und Gasdruck, die oben beschriebene Wegsamkeiten und das fehlen von Sorptionseigenschaften des Salzgesteins, führen dazu dass die Radionickluden durch das ewG ausgepresst- und bis zur Biosphäre transportiert werden können!

Atommüll in ein Salzbergwerk einlagern und das Bergwerk anschließend luftdicht Verschließen funktioniert ohne zusätzliche Barrieren nicht!

Link zur einer genauen Erklärung und praktische Beispielen der vorgehenden Punkte.

Die Erkundung wurde gestoppt. Kosten bis jetzt: 1.5 Billionen €.

5) Im Salzbergwerk WIPP bei Carlsbad, New Mexico USA, ein atomares Endlager für schwach- bis mittelradioaktiven transurane militärische Abfälle - Baubeginn in 1981, wurde die Inbetriebnahme (1999) immer wieder verschoben, weil gravierende Sicherheitsbedenken aufgetaucht waren. Unter anderem sickerten unerwartet große Mengen Salzwasser ein. 

Endlager WIPP und The WIPP Trail Bedenken 34:20 bis 39:4

Am 14.02.2014 ereignete sich ein ernster Unfall. Es wurden unter Tage erhebliche Mengen an Plutonium und Americium freigesetzt. Man vermutete, dass entweder die Decke eines Salzhohlraums (Panel 7 in dem  Atomfässer eingelagert werden) war eingestürzt, als Folge von Konvergenzbewegungen, oder einer der Atomfässer war explodiert. Egal was passiert ist: interessant ist die Tatsache, dass die Betreiber jetzt plötzlich beide Optionen für möglich halten! 

Youtube: Wipp radiation leak still a mystery

Untertage waren zufällig keine Bergleute. Übertage wurde in 900 m Entfernung vom Schacht, trotz 99.97% Abwetterfilterung, Americium und Plutonium von einem Überwachungsgerät  registriert. Zweiundzwanzig Arbeiter haben Übertage die Alpha-Strahler Americium-241 eingeatmet. 

Die Entlagerung wurde "vorübergehend" gestoppt. Kosten bis jetzt: 7.2 Billionen $.

Youtube: Don Hancock on WIPP Leak   Germany - 39:40 bis 41:40

Durch die horizontalen Salzschichten mit Gesteinsschichten als Deckgebirge, den Einsatz von u. a. H2O - CO2 und radionuklidbindenden Magnesiumoxide und die einschaltbare Frisch- und Abwetterfilterung ist der Sicherheitsstandard in dem USA Endlager wesentlich höher als in Deutschland!

Aber die Tatsache, dass das Salzgestein dieses Endlagers zwischen wasserführenden Gesteinsschichten (Karstgestein, Wassereinbrüche drohen von oben und von unten) auf der Öllagerstätte "Permiam Basin" (Gewinnung mittels des Fracking-Verfahrens) und innerhalb eines Kalisalzvorkommen (Bergwerken) eingebettet ist, reduziert diesen Vorteil gewaltig! 

Dazu kommen die Konvergenzbewegungen im Salzgestein, wodurch das elastische wasserführende Deckgebirge nicht mehr auf "festen Boden" liegt, hierdurch durchbiegt und rissig wird! So sind auch die Wasserwegsamkeiten auf der Asse II und Morsleben entstanden!

    

                                                Ölförderpunkte                             Kalisalzvorkommen

Youtube: Don Hancock's update on recent WIPP leak hierzu: 34:30 bis 38:00

Nachdem das Wissen über die Lage dieses Endlager verloren gegangen ist, wird wegen die Kali- und Ölvorkommen ein menschliches Eindringen nicht mehr zu verhindern sein. Hierdurch wird ein Weg zur Biosphäre für die Radionuklide geöffnet!

Interessant sind deshalb die Anforderungen von der atomenergiefreundlichen US Atomic Energy Commission, die sie selber an ein Endlager für wärmeabgebenden Atommüll stellen:

1) Mindesttiefe für das Lager 3000 Meter (einige Kilometer entfernt vom tiefstem Grundwasser)! (Gorleben -880 m?)
2) In einer unbewohnten Region. (Wendland?)
3) Ohne hohe Erhebungen in der Nähe.  
4) Keine komplexen geologischen Strukturen (Falten, Spalten). (Salzstock?)
5) Ohne Verbindungen zwischen den unteren Gesteinsschichten und dem Wassersystem an der Oberfläche. (Anhydritbanken, Permafrostspalten)
6) Keine Erdbebengefahr.
7) Gewöhnliches Gestein, dass wirtschaftlich bedeutungslos ist. (Salz?)

In sedimentäre Gesteine sind durch geologische Vorgänge viel wertvolle Mineralien oder Kohlen, Öl und Gas konzentriert worden. Hierdurch ist in dieser Schichten ein späteres menschliches Eindringen, und damit eine Öffnung des Lagers, nicht zu verhindern. 

Zusammen mit der Tatsache dass Atommüll in ein Bergwerk einzulagern und das Bergwerk anschließend luftdicht zu Verschließen nicht funktioniert ergibt: Die Bohrlochlagerung.

Ein Endlager soll deshalb in ein wirtschaftlich bedeutungsloses kristallines Gestein unterhalb von sedimentären Schichten gebaut werden. Auf Teufen, größer als –3000 m, findet im geklüftetem kristallinem Gestein kein Wasseraustausch mit dem Oberflächewasser mehr statt!

Also, unterhalb von sedimentären Schichten, dort wo das kristalline Gestein oder das Grundgebirge auf weniger als -2000 m erreichbar ist. Hierdurch ergibt sich ein Sicherheitspuffer von 3 km aus zum Beispiel 1 km kristallines Gestein plus 2 km Sedimentschichten.

     

Eine Möglichkeit für Nord Deutschland währe, trotz schwer nachvollziehbare behördliche bedenke, unter der Nordsee mittels minimal 5 bis 6 km tiefe Bohrlöcher im kristallinem GesteinHierdurch wird die Bevölkerung nicht strapaziert und werden bei eventuelle Handhabungsfehler keine Landstrichen kontaminiert.

                                                                                                                                        Permbecken

Bis die technische Entwicklung für diese oder andere Lösungen so weit ist, hat jedes Land für eine ordentliche Zwischenlagerung zu sorgen. Diese soll für einige hundert Jahre unverwüstlich- und für Neutronenstrahlung und seinen Aktivierungsprodukten undurchlässig sein (siehe hierzu ein Vorschlag zur sichereren rückholbaren Lagerung des Atommülls).

Nicht nur grundsätzlich eine rückholbare Lagerung weil wir noch keine bessere Lösung haben oder weil Fehler korrigierbar sein sollten, aber weil die Spaltprodukte des Atommülls, in einigen 100 Jahren durch den radioaktiver Zerfall, wertvolle Erze enthalten.

Rhodium (teuerster natürliche Stoff der Welt, 9.700 US-Dollar pro Unze), Ruthenium, Zirkon, Molybdän, Seltene Erden (insgesamt 17 Elemente), Palladium (3,8 kg Pd pro Tonne Atommüll und 925 US-Dollar pro Unze) und andere Mineralien können dann kostengünstig gewonnen werden.  Und das restliche Plutonium mit 12.077 US-Dollar pro Unze!   

(zum Vergleich: Gold c.a. 1.222 US-Dollar pro Unze)

Nach dieser Schatz werden zukünftige Generationen auf jeden Fall suchen!  

 Atommüll als Rohstofflagerstätte?

 

Zur Einführung in die Problematik der Entlagerung sind unterstehende Links hilfreich.

Youtube:  Endlager gesucht  Quarks & Co  Asse unter Tage  BfS

Youtube: Asse II deutsch-1      ZDF    Asse II deutsch-2

Youtube: Gorleben deutsch    WDR   Gorleben beirisch BR

Youtube: Gorleben / Asse II  englisch   DW 

Youtube:  Morsleben    BfS

Youtube:   Wat met het kernafval?   Belgien   Oplossing

Youtube: Asse II niederländisch NL Tussenopslag

Youtube:   Tiefenlager   Schweiz  ZWILAG

Youtube: The WIPP Experience USA Plutonium Leaking From WIPP 

 

  Curriculum Vitae
Name: Dipl. Ing. Jhr. Egbert de Beyer
Anschrift: Alt Bellahn 4 - 29499 Zernien
E-Mail: e.debeyer@arcor.de
Geburtsdatum und -Ort: 05.09.1948 in Amsterdam, Niederlande
Studium Bergbau an der Technischen Universität Delft
Beruflicher Werdegang bis 2002 bei der RAG,  Deutsche Steinkohle AG

Mitglied in der "Fachgruppe Radioaktivität"  

Als ich in 1979 meine Diplomarbeit auf der Asse II schrieb, war ich überrascht wie stur und eigensinnig die Werksleitung war mit ihrer irrige Meinung: Das Bergwerk sei sicher.  Meine Untersuchungen ergaben ein ganz anderes Bild. Das Bergwerk war, nach gesteinsmechanischen Ansichten, instabil. Damals hatte ich keine Gelegenheit meine Erkenntnisse zu veröffentlichen.

Als ich mich nach meiner Pensionierung zufällig in der Nähe des Endlagerbergwerks Gorleben niederließ, hat es mich erneut überrascht, weil man scheinbar nichts aus dem Fehler auf der Asse II gelernt hatte. Diesmal ist meine Lage anders und werde ich meine Meinung deswegen öffentlich kundtun, mittels Internet, Fachvorträgen und Teilnahmen an Fachdiskussionen!

Elbe-Jetzel-Zeitung 16.6.2012     ContrAtom 31.8.2012   

Gorleben-Rundschau Nov. 2015 

Bewerung der Endlagerkommission  Aug. 2016

Gorleben-Rundschau Sept. 2016

Gorleben als Endlager aus bergmännischer Sicht. März 2017"

 

                        Abstract / Inhaltsangabe

Gebirgsmechanik im Salzgestein. Eine Erklärung  der Bruchbildung im Salzgestein als Folge von bergmännischen Arbeiten. Hierdurch entstehen im Salzgestein, auf großer Entfernung von Hohlräumen, Spalten, Klüften und Auflockerungszonen. Einer der Folgen hiervon kanndas "unerwartete"  Eindringen von Wasser in Salzbergwerke sein Erörterung der Probleme bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle in den Bergwerken Asse II, Morsleben und Gorleben, so wie ein Vorschlag zur sichereren Lagerung des Atommülls.

Rock mechanics in salt rock. An explanation of of the fracture caused by pressure waves as a result of mining operations which caused columns, fissures and loosening zones in salt rock at a great distance of cavities and the "unexpected" penetration of large amounts of water into the salt mines. Discussion of the problems with the disposal of radioactive waste in the Asse II mine and Gorleben mine (Germany).  

Gesteentemechanica in steenzout. Een uitleg over de breukvorming die ontstaat door drukgolven ten gevolge van mijnbouwkundige werkzaamheden waardoor spleten en kataklasen, op een grote afstand van holle ruimtes, in Steenzout ontstaan. Hierdoor kunnen plotseling en onverwacht grote hoeveelheden water binnen dringen in zoutmijnen. Aansluitend een uiteenzetting over de problemen en het milieurisico met de ondergrondse opslag van kernafval in de zoutmijnen Asse II, Morsleben en Gorleben in Duitsland. 

Mécanique des roches dans le sel gemme. Une explication pourquoi des ondes de pression à cause des travaux miniers causent des crevasses et cataclases dans le sel gemme  à grande distance de « la salle creuse ». Par cela tout à coup et imprévue des grands volumes d’eau peuvent entrer dans la mine.
Ci-joint une exposé sur les problèmes et le risque d’environnement avec le stockage sous-sol des déchets nucléaires et radioactives dans les mines à Asse et à Gorleben en Allemagne.

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Fachtagung "Kriterien für die Standortauswahl" Berlin 30-1-12016 (Vollversion)